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Lösungswege und Hintergründe für chronische Erkältung [Fallbeispiel]

Der Fall:

Eine Frau, 48 J., hat eine andauernde Erkältung. Nach jeder energetischen Behandlung, sie geht regelmäßig zu einer Heilerin, bekommt sie danach eine Erkältung (Gelenkschmerzen und Sinusitis). Mittlerweile dauert die Erkältung so lange an, dass sie nicht mehr Herr der Lage ist.
Bei der Arbeit bekam sie ein nebenberufliches Studium gesponsert, um eine Abteilung in einer Behörde zu leiten. Der Druck ist für sie sehr hoch. Mittlerweile ist sie Abteilungsleiterin und Chefin über 8 Frauen. Das Problem ist, dass sie selbst aus der Gruppe hochgestuft wurde. Besonders eine Kollegin nimmt ihr das sehr übel. Bei der Arbeit schreien sich alle an, es herrscht eine große „Stutenbissigkeit“.
Ihr Vater ist 1993 an Magenkrebs gestorben. Sie verreiste an dem Tag und hatte nicht die Möglichkeit, sich zu verabschieden. Sie hat den Tod auch danach nicht therapeutisch verarbeitet.
Zur Mutter herrscht ein guter Kontakt.
Sie lebt in einer stressigen Gesamtsituation und fühlt sich erschöpft.
Bereits beim Infogespräch weinte sie und meinte, ihr läge etwas auf der Lunge. Aber es bewege sich nun auch was.

Die Sitzung:

1 Telefonsitzung, ca 110 Minuten inkl. Anamnese

Die wichtigsten Eindrücke für mich aufgrund der Anamnese sind:
– Die unverarbeitete Trauer um den Vater (Lungenthematik (Lunge lagert Trauer ein), der Dickdarm hat als Sinnesorgan die Nase – s. andauernde Erkältung, Dickdarm hält Unverarbeitetes fest und lässt nicht los)
– Der Leistungsdruck in der Firma, der Sache/der Position nicht gerecht werden zu können, stressige Erinnerungen an das Studium (Stress im Bauch. Magen = Leistungsdenken)

Sitzungsverlauf:

Sie war zunächst ein Vogel, der in einem Käfig eingesperrt war. Sie habe sich selbst darin eingesperrt.
Wir haben den Vogel befreit und fliegen lassen. Danach ging es ihr in Lunge und Bauch besser.
Ihr Vater war ein Kuschelbär. Die beiden haben viele Informationen mit einander ausgetauscht. Es war wichtig, dass die Tochter Zeit mit ihrem Vater verbringen konnte und der Vater stolz auf die Arbeit der Tochter sein konnte – das Erreichte gemeinsam erleben.
Danach konnte der Vogel den Bären ganz von alleine ziehen lassen und der Bär bekam ein Licht mit in seine Höhle geschickt.
Ein Verlust- oder Trauergefühl war danach nicht mehr zu orten.
Ich habe die Klientin gefragt, wo der Leistungsdruck im Körper des Vogels gelagert sei. Sie meinte im Herzen. „Ich möchte allen gerecht werden“ hieß der Glaubenssatz, der aufkam.
Wir arbeiteten mit der Timeline und gingen alle stressigen, emotional aufgeladenen Situationen spielerisch und metaphorisch ab. Von der jetzigen Situation mit den Kollegen, über das Studium vor drei Jahren bis hin zu ihrer Schulzeit.
Sie fühlte sich bei der Übung, „als könnte ich schwebe! Ich habe den Vogel freigelassen!“
Wir haben auch darüber gesprochen, dass sie nun endlich ihre Führungsposition annehmen dürfe. Als Führungsposition muss sie Entscheidungen treffen, die vielleicht nicht jedem schmecken könnten. Mit 8 Frauen, die einem vorher noch in gleicher Position begegnet sind, nun die führende Position einzunehmen, ist eine große Herausforderung und benötigt viel Rückgrat und Mut. Sie darf durch dieses Ereignis lernen, selbst für sich einzustehen.
Auch das Thema „Dankbarkeit“ haben wir näher betrachtet. Ich konnte ihr die Verlinkungen nahe bringen, wie diese Ereignisse in ihrem Leben ihre Berechtigung haben zu existieren und sie bestimmte Dinge lehren ließ, die sie jetzt nicht mehr missen möchte.
Danach habe ich sie noch einmal mit ihrem Arbeitgeber, der Arbeitssituation und den Kolleginnen konfrontiert. Es war kein Stress mehr nachvollziehbar.

Bisheriges Ergebnis:

Sie hat nach der Behandlung eine Erstverschlimmerung der Erkältungssymptome gehabt. Sie deutete dies durchweg positiv und hatte das Gefühl, dass nun alles noch einmal rauskäme. Die Erkältung war „in den letzten Atemzügen“.
Nach einer Woche sei die Erkältung komplett verschwunden.
Trauer über den Verlust des Vaters gäbe es nicht mehr.
Es haben sich viele spannende Situationen bei der Arbeit und ihren Mitarbeitern ergeben. Sie fühle sich souverän und habe ganz natürlich gehandelt, ohne sich unter Druck zu fühlen. Sie sei auch nicht aufgeregt gewesen, als sie eine brenzlige Situation mit einer Mitarbeiterin hatte. Früher wäre sie nervlich am Ende gewesen.
Ich persönlich habe sie am Telefon als absolut klar und selbstbewusst empfunden. Sie ist in ihrer Rolle als Abteilungsleiterin angekommen und entfaltet sich in ihrem natürlichen Potential. Ihre Stimme klang kraftvoll und selbstsicher.

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