Der Mittellose

Da war einmal ein Mensch, der war mittellos.

Dieser Mensch arbeitete unermüdlich von morgens bis abends und sein Geld rann ihm trotzdem durch die Finger wie Sand.

Sein Schmerz darüber war so groß, dass er sich Hilfe holen wollte. Egal, wie sie ausfallen würde, er würde sie ernst nehmen, denn er war sehr verzweifelt.

Er bat einen Freund, ihm einen Namen zu nennen von jemandem, der ihm helfen konnte.

Daraufhin schrieb der Freund einen Namen auf das Papier und freute sich, dass sein Freund sich endlich Hilfe holte.

Als er die Nummer auf dem Papier auf seinem Telefon wählte und die Stimme am anderen Ende ihm erzählte, dass sie zwar helfen könne, aber er selbst viel dafür arbeiten müsse, um wieder zu Geld zu kommen, das nicht durch seine Finger rann wie Sand, legte er enttäuscht auf.

Wie sollte er noch mehr arbeiten als jetzt, wo er doch jetzt schon so erschöpft sei?

Er empfand das Gesagte als Forderung, als wollte der Helfer ihm gar nicht helfen sondern nur sein Geld abknöpfen und er habe die Arbeit zu tun.

Schön blöd, sagte der mittellose Mensch. Darauf werde ich nicht reinfallen.

Daraufhin ging er zu einem anderen Freund und bat ihn um eine Adresse, an die er sich wenden konnte. Dieser Freund war froh, ihm endlich helfen zu können mit seiner Weiterempfehlung. Verdiente er mit seiner Weiterempfehlung sogar Provision daran.

Als der Mensch mit dem Helfer am Telefon sprach, waren alle seine Sorgen und Zweifel fortgewischt. Die Stimme am anderen Ende des Telefons versicherte ihm, dass ab nun alles seinen geregelten Weg gehen würde. Er müsse nur das Geld bereithalten, um das sie ihn gebeten hatte.

Glücklich über die Versprechen, die er hörte, schickte der Mensch all sein Erspartes zu der helfenden Stimme und wartete entspannt ab.

Bis heute wartet er immer noch.

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